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Journalismus: Institutionen-gläubig?
Der Journalist wählt Experten im Vertrauen auf Institutionen
- Journalisten delegieren gern die Arbeit der fachlichen Kompetenz auf Experten der Wissenschaft: Kommentare, Interviews, Essays. Das ist im Prinzip keine schlechte Lösung.
- Leider sind Journalisten aber in tiefster Seele meist institutionen- gläubig. Sie wählen beispielsweise in erster Linie Wissenschaftler mit Ämtern in staatlichen Institutionen.
- Diese Institutionengläubigkeit ist streng liiert mit der Sonderpflicht der Institutionen, den Journalisten Auskunft zu erteilen. Die Auskunft- Routine verführt den Journalisten zur Gewöhnung. Schließlich erwächst daraus allzu leicht eine Grundeinstellung der Gläubigkeit an offizielle Institutionen.
Journalisten als ausgenutzte Objekte für kostenloses Staats-Marketing?
- Das Vertrauensverhältnis zum Journalismus ist natürlich nicht ganz ohne Hintergedanken. Deshalb werden diese besonderen Auskunftspflichten meist recht gerne praktiziert.
- Der Journalismus liefert dem staatsnahen Sektor nun einmal ein kostenloses Dauermarketing.
- So lange dies die Politik anbetrifft, ist es ja richtig, dass die Bürger über den Journalisten als Mittler den Staat beobachten können. Absurd wird dies aber im Fall von konkurrierenden Staatstätigkeiten.
- Beispiel: Die extrem schlechte Effizienz und Ausgestaltung der Innovationsförderung durch staatliche Förderbanken erhält durch Journalisten dennoch laufend kostenlose Werbung, also sogar noch eine Belohnung dafür, mit Steuergeldern verkehrt umzugehen.
- ... Die im Vergleich dazu relativ effiziente Gründungsförderung der Volksbanken und anderer bürgernaher Banken wird von Journalisten kaum kostenlos propagiert, weil ,,privat''.
- ... Natürlich ist die rein private Bankfinanzierung eine sehr gute Förderung, zumal sie ohne Steuergeld erfolgt. Jedenfalls ist dies viel edler als eine schlechte Förderung, zumal, wenn sie auch noch ausgerechnet mit dem Geld der Steuerzahlers erfolgt. Der Journalismus dient mit seiner gut gemeinten kostenlosen Lobhudelei der staatlichen Innovationsförderung also letztlich einer staatlichen Kollektivlüge der segensreichen Wirkungen von Überbesteuerung und Überstaat.
- Gelegentlich wird von Außenseitern behauptet, dass staatliches Geld überwiegend über den Einfluss recht korruptiver Netzwerke verteilt werde. Das wollen wir nicht glauben. Denn dann würde der gutwillige Journalist letztlich auch Strukturen von ökonomisch orientierten kriminellen Vereinigungen dienen.
Alternativ der Glaube an große Unternehmen und an Prestige
- Allenfalls wählen die meisten Journalisten als Auskunftspartner statt staatsnaher Experten gelegentlich auch solche aus großen Unternehmen oder solche, die sie ab und zu im Fernsehen gesehen haben.
- Auch hier handelt es sich um versteckte Institutionengläubigkeit.
- Das Vortäuschen von Bedeutung ist Teil der Strategie der großen Unternehmen und der Image- Manager hinter den Unternehmens- Managern und den Selbstdarstellern der Unternehmen. Hier geht es vordringlich um Marketing, nicht vordringlich um einen Dienst an der Wahrheit (obgleich sich beides durchaus manchmal decken kann).
- Ein Journalist, der auf diese künstliche Überhöhung von letztlich möglicherweise eher mittelmäßigen Köpfen eingeht, tut es auf Grund von Institutionengläubigkeit: Was groß ist und Prestige und Luxus demonstriert, kann nicht falsch sein.
- Schöne Beispiele für das, was demnach nicht falsch sein konnte, sind Lehman, Madoff, Landesbanken, IKB(KfW) und gewaltige Bonuszahlungen für kasino-spielende Investpokerer (zuweilen als Investbanker tituliert). Alle konnten zu dem Schlimmen, das sie leisteten, wohl nur hin gelangen durch einen zu institutionen- gläubigen Journalismus.
Kultur der ,,Staatsweisen''
Die offiziellen Weisen, die Weisen vom Dienst der Journalisten.
- Es entwickelt sich aus diesen verschiedenen Gründen allmählich eine Kultur der ,,offiziellen Weisen'' - solche, die demjenigen System nahestehen, welches sie dem Journalisten gegenüber ja eigentlich kritisch durchleuchten sollten.
- Die Juristen haben für diese Konstellation eine geeignete Lösung entwickelt: Ein Experte oder Richter oder Zeuge ist nicht zu hören, ist also auszuscheiden, sofern eine Befangenheit nicht ausgeschlossen werden kann.
- Man muss also nicht nachweisen, ob seine Integration in eine Relation zum Gegner ihn subjektiv wirklich befangen machte. Es genügt, dass das objektiv überprüfbare Faktum die Möglichkeit nicht recht eindeutig ausschließt.
- Ein guter Journalist ist immer ein kritischer. Die Institionen sind immer das Objekt der kritischen Position, also in diesem Sinn die Gegner.
- Es ist also eine verkehrte Welt, wenn Journalisten sich mehrheitlich ihre Experten ausgerechnet beim Gegner suchen.
Beispiel: Die Prognose der großen Wirtschaftskrise 2007...2011:
- Die Großkrise 2007...2011 war durchaus von vielen Volkswirten vorausgesehen worden. Aber Staat und Finanzwirtschaft wollten natürlich nicht mit Volkswirten bestückt sein, die solche Wahrheiten verbreiteten.
- Die Institutionen haben natürlich nur diejenigen Volkswirte in institutionennahe Ämter gewählt, die eine Ausrichtung hatten, die dem Herdentrieb jedenfalls nicht diametral entgegengesetzt war.
- Für querdenkende Experten ist kaum Platz in Gremien und Kommissionen. Die Mitglieder werden dafür bezahlt, gemeinsame Stellungnahmen zu liefern. Auftraggeber wollen mit diesen Aussagen operieren. Deshalb sollten Sondervoten der Berater- Gremien eine Ausnahme bleiben.
- Wegen der Komplexheit von real-politischen Expertenfragen ist eine Einheitsmeinung jedoch prinzipiell widersinnig. Dies gilt insbesondere für Fragen der wirtschaftlichen Trends.
- Der parlamentarische Mehrheitsentscheid zeigt den generellen Lösungsweg, wie man divergierende Bewertung in ein Einheitsergebnis einmünden lassen kann.
- Gemeinsam unterzeichnete längere Stellungnahmen zu komplexen Sacheverhalten täuschen dahingegen ein Einheitsdenken vor, das es hierfür kaum geben kann.
- Solche Einheitsbeschlüsse sind für intelligente Beobachter etwas Peinliches. Es besteht Besorgnis einer den intelligenten Teilnehmern aufgezwungenen Heuchelei. Es besteht Besorgnis, dass manch einer der Experten vielleicht seine wissenschaftliche Seele für Staatsgeld und Medienprestige verkaufte.
Die Lösung: Don Pedros Liste
... nämlich Experten, die man als Journalist öfter als wissenschaftliche Auskunftsperson ansprechen könnte.
- Don Pedros Liste zeigt Experten, die ,,Don Pedro'', wäre er Journalist, als wissenschaftliche Auskunftspersonen ansprechen würde.
- ,,Don Pedro'' ist der hier so benannte Autor des Ansatzes der Definition von Optimalpolitik auf: http://vox7.com
- Eigentlich wäre eine richtigere Idee, einen ,,Wahrheitsrat'' von Experten, ein(en) "Truth Council", zu bilden. Dann müssten die Genannten aber ihre Zustimmung geben. Einstweilen ist es neutraler und bescheidener, es nur als hier erstellte Hinweisliste zu handhaben.
- Gelistet werden also Experten, die öffentlich mit Wahrheiten aufgetreten sind, deren Meinungen öfter nicht mainstream waren und deren Meinungen sich letztlich eher als richtig erwiesen. Also Experten, die der Suche nach Wahrheit und Gemeinwohl einen Dienst erwiesen haben.
- Links zur "Liste" ... zu Listen, soweit verfügbar, finden Sie am Anfang dieses Textes.
Anmerkungen zur Auswahl
- Manche tragen ihre Sondervoten zur herrschenden Entwicklung eher beiläufig bei. Andere engagieren sich, als ob ihnen der Trieb zur querdenkenden Wahrheitsverkündigung in die Wiege gelegt worden sein muss.
- Die vergangenen nationalen Katastrophen, mit denen das heutige Deutschland leben muss, haben in der Zwischengeneration eine Bereitschaft zum Engagement belassen, das es vielleicht in den nächsten Generationen in dieser Form weniger geben wird. Denn eine ganz bestimmte Altersgruppe ist in der Liste der Experten über-repräsentiert. Welche das ist und wieso, können Sie ja einmal selber herausfinden.
- Diese Liste kann durchaus auch Experten aufführen, die einen Aufgabenkreis in Institutionen haben. Dann sind Konflikte zu den Heucheleien häufig. Beispielsweise Finanzsenator Sarrazin, Berlin: Seine Wahrheiten gegen die Sozial- Heuchelei des Verschenkerei- Staates hätten vermutlich zu seiner Entfernung aus dem Amt geführt, sofern man auf seine Qualifikation hätte verzichten können.
- Links zur "Liste" ... zu Listen, soweit verfügbar, finden Sie am Anfang dieses Textes.
Benennungsvorschläge durch Sie?
- Jedermann kann Vorschläge für Aufnahme in den Don Pedros Liste übersenden an: ok @ vox7.com
- Bitte Internet- Fundstelle zu Information beifügten (Mitteilung andernfalls sinnlos), ferner Zugang zur E- Mail- Adresse des Betreffenden.
- Der Ansatz muss dem Suchen nach wissenschaftlich und etthisch basierter Wahrheit entsprechen. Siehe in diesem Sinn beispielsweise den Versuch der Definition von Optimalpolitik auf http://vox7.com .
- Auf ,,Don Pedros Liste'' ist beispielsweise sicherlich kein Platz für Linksextremisten, Rechtsextremisten, Schwärmer, Ideologen und Fanatiker.
- Die Experten- Listen können, hiervon abgesehen, durchaus auch engagiert entgegengesetzt argumentierende Experten vereinen.
- Links zu Listen, soweit verfügbar, finden Sie am Anfang dieses Textes.
Einseitig erstellte Liste
- Die in der Liste aufgeführten Experten haben ihre Auflistung nicht erfragt und wurden auch nicht befragt, und dies aus einem logischen Grund.
- Als besonderer Vertreter von Wahrheiten zu gelten, hierzu kann niemand über sich selber befinden. Dann müssten ihm ja alle Sünden eines langen Lebens einfallen, wo er sich selber bei einem Irrtum ertappte. Ein Vertreter der Wahrheit könnte also streng gesehen nie zustimmen, auf einer Liste der Vertreter von Wahrheit zu erscheinen. Denn allein durch seine Zustimmung hätte er bereits die Aufnahmebedingung verletzt.
- Der Sinn der Liste ist sehr pragmatisch: Es Journalisten zu erleichtern, andere Gesprächspartner zu finden als die Meistzitierten. Inwieweit die Betreffenden dafür Zeit verfügbar haben, wird sich ja bei einer Anfrage ergeben.
- Die Liste maßt sich keine weitere Funktion an.
- Links zu Listen, soweit verfügbar, finden Sie am Anfang dieses Textes.
Und nun ist es Zeit, zu Namenslisten überzuwechseln.
- Alle bisherigen Seiten hierzu? Ins Suchfeld oben rechts: PLIST
- Ihr Recht auf die Anekdote: Eingabe auf Portal einer deutschen Finanzzeitung:
"Problem der Expertenqualität unter Ökonomen ist nun Kernthema auf http://vox7.com . Schon rund 100 Ökonomen gelistet, die überwiegend beizeiten vor Fehlentwicklungen warnten. Ökonomenranking eines deutschen Verlages kritisch erörtert." - --- Antwort: "Leider können wir Ihre Anfrage nicht bearbeiten . Der eingegebene Authentifizierung- Code stimmt mit dem dargestellten Code überein. Bitte gehen Sie zurück und überprüfen Sie Ihre Eingabe. (zurück) "
- Dass die Verlage sparen müssen, ist ja bekann. Aber muss man denn immer gleich die Programmierer als erste vor die Tür setzen?
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Last Modification: 2009 - 06 - 20 13:00:36 CEST by Univox
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